» Ayurveda und Ernährung bei Stress

Jahr: 2020
Sprache: Deutsch

Nur noch 40 Prozent der Bevölkerung geben derzeit an, sich nicht oder nur selten gestresst zu fühlen. Was macht den Menschen Stress?

Objektive Stressoren

  • Kälte, Hitze
  • Hunger, Durst
  • Lärm
  • starke Sonneneinstrahlung
  • toxische Substanzen (Zigarettenrauch)
  • Schlafentzug
  • Reizüberflutung
  • monotone Arbeit
  • Nichterfüllung wesentlicher Bedürfnisse


Psychosoziale Stressfaktoren = subjektive Stressoren

Erwartungshaltungen und Befürchtungen 

  • Zeitmangel
  • Geldmangel
  • fehlende Gestaltungsmöglichkeiten
  • große Verantwortung
  • Mobbing am Arbeitsplatz
  • Schichtarbeit (bewirkt eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus)
  • ständige Konzentration auf die Arbeit (z.B. Fließbandarbeit)
  • Angst (nicht zu genügen)
  • soziale Isolation, Verachtung und Vernachlässigung
  • Krankheiten und Schmerzen, eigene und die von Angehörigen
  • seelische Probleme, unterschwellige Konflikte
  • schwerwiegende Ereignisse (z.B. Wohnungseinbruch, eine Operation, eine Prüfung, Tod eines Angehörigen)
  • auch (unausgleichbare) Unterforderung, Langeweile

Die Faktoren, die als objektive Stressoren gelten, sind bis auf starke Sonneneinstrahlung alles Faktoren, die Vata erhöhen.

Nach Vagbhata wird Vata erhöht durch

  • Hunger, Durst
  • Lärm, Kälte, grelles Licht
  • Schmerzen
  • starke Hitze, Trockenheit
  • rohe Nahrung, unbekömmliche Nahrung
  • schnelle Fortbewegung
  • viel Sprechen
  • Zeitdruck
  • Unterdrückung natürlicher Bedürfnisse


Vata wird reduziert durch

  • Essen von fetten, süßen Speisen
  • Milch und Milchprodukte
  • süße, saure und salzige Nahrung
  • Ruhe
  • Wärme
  • Öl
  • Regelmäßigkeit

Ernährung kann also einen großen Teil Beitragen, um Stress zu reduzieren. Vornehmliche Nahrungsmittel sind dabei die Fette und die Kohlehydrate, aber auch Eiweißaufnahme kann Vata reduzieren.

Vata-reduzierende Nahrungsmittel

Obst
Süße Früchte

  • Aprikosen
  • Avocados
  • Bananen
  • Beerenobst
  • Kirschen
  • Kokosnuss
  • (frische) Feigen
  • Grapefruit
  • Trauben
  • Zitronen
  • Mangos
  • Melonen (süße)
  • Orangen
  • Papaya
  • Pfirsiche
  • Pflaumen
  • eingeweichte Trockenfrüchte

Gemüse
gekochtes Gemüse

  • Fenchel
  • Gurke
  • Grüne Bohnen
  • Karotten
  • Kürbis
  • Okra (gekocht)
  • Pastinaken
  • Petersilienwurzel
  • Rote Beete
  • Sellerie
  • Spargel
  • Stangensellerie
  • Süßkartoffel
  • Zucchini

In Maßen mit Fett angemacht:

  • Blattgrün
  • Salat
  • Spinat
  • Sprossen

Hülsenfrüchte

  • Mung-Bohnen
  • schwarze Linsen
  • rote Linsen
Getreide

  • Weizen, Dinkel, Kamut
  • Emmer, Einkorn
  • Vollreis
  • Basmati Reis
  • Amaranth, Quinoa
  • Hafer gekocht

Tierische Produkte

  • Rind
  • Huhn
  • Truthahn (weißes Fleisch)
  • Eier (gebraten od. Rührei)
  • Meeresfrüchte

Milchprodukte

  • alle in Maßen empfehlenswert

Öle
alle Öle sind empfehlenswert

Nüsse

  • alle Nüsse in kleinen Mengen außer Cashew

Samen

  • alle Samen in kleinen Mengen

Süssmittel

  • alles bis auf weißen Zucker

Gewürze

  • Anis
  • Ajwain
  • Asafoetida (Hing)
  • Fenchel
  • Gelbwurz
  • Ingwer
  • Kreuzkümmel
  • Steinsalz
  • Schwarzer Pfeffer

Chili und ganz scharfe Gewürze wie Wasabi meiden!

Dr. med. Annette Müller-Leisgang
Praktische Ärztin, Ernährungsmedizin, Ayurveda
München
www.ayurveda-institut.de

 

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